Dr. Daniel Gärtner

Functional Fitness

Header Funktional Fitness

Was ist „Functional Fitness Training“ ?

Für jemanden, der schon lange eine komplexe Sportart ausübt, ist funktionelles Training (engl. functional training) nichts Neues. Alleine schon der ständige Vollzug hochkomplexer Bewegungen und das entsprechende Training als Ergänzung sind höchst funktionell. Es handelt sich daher lediglich um eine Begriffsneuschöpfung, die in den letzten Jahren unter einem scheinbar revolutionären Mantel Einzug in die breite Fitnesswelt erhalten hat . Um funktionelles Training besser zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass im Leistungssport das entsprechende “Konditionstraining” immer zum Zwecke der Leistungsoptimierung in der jeweiligen Sportart betrieben wird. Ästhetische Ziele, wie etwa ein „toller Body“, sind eher zweitrangig. Oberstes Ziel ist es, einen Körper zu schaffen, der möglichst optimal funktioniert, und mit welchem sportliche Bewegungen, wie etwa Riesenfelgen im Turnen, schnelle Sprints im Fußball, weite Sprünge in der Leichtathletik oder Spagate im Tanzen auf hohem Niveau möglich sind. Aber auch im Rehasport ist das Wiederherstellen oder Erhalten eines funktionierenden Körpers – durch den Einsatz intelligenten Trainings und komplexer Übungen – oberstes Ziel. In beiden Bereichen, dem Leistungs- wie auch dem Rehasport, stehen also nicht aufgepumpte Muskelmassen im Vordergrund, sondern die Athletik und Gesundheit des Sportlers, die sich aus Kombinationen verschiedener motorischer Fähigkeiten ergeben.

Da der Begriff „Functional Training“ noch sehr neu ist, gibt es nur wenige einheitliche Beschreibungen.
In der wissenschaftlichen Fachliteratur finden sich jedoch drei zutreffende Definitionen:

  • Mehrdimensionale Bewegungen:Bodyweight Training
    Funktionelles Training ist mehrdimensional und wird über mindestens zwei oder drei Körper-Drehachsen betrieben (Längen-, Breiten-, Tiefenachse).
  • Beanspruchung mehrerer Muskelschlingen:
    Funktionelles Training beansprucht immer mehrere Muskelschlingen“ gleichzeitig.
  • Alltägliche Bewegungen:
    Funktionelles Training kopiert oder imitiert Bewegungen oder Teilbewegungen aus dem Alltag oder einer entsprechenden Sportart.

Wie können Freizeitsportler vom „Functional Training“ profitieren?

Funktionelle Bewegungsaufgaben sollten komplexe Übungsformen beinhalten und vielseitig sein. Im Vordergrund steht das Zusammenspiel mehrerer Muskelgruppen, das auf ähnliche Art und Weise von der realen Sportart oder von alltäglich zu bewältigenden Handlungen verlangt wird. Dies kann einerseits eine körperliche Tätigkeit darstellen, wie etwa das Heben eines Wasserkastens aus dem Kofferraum oder das einseitige Tragen schwerer Einkaufstaschen.  Andererseits profitieren reale Sportarten mit Komplexbewegungen auch von einem funktionellen Krafttraining, da die Bewegungsmuster der funktionellen Übungen im Vergleich zum isolierten Krafttraining mehr Parallelen zur jeweiligen Sportart aufweisen.

Einsatz des „Functional Trainings“ in Kursen oder Workshops

Fast alle meiner Konditionskurse werden mit funktionellen Übungen gefüllt. Dabei ist gerade die Kombination von solchen Übungen mit regulären Bewegungen aus dem realen Sport oder aus klassichen Kursen besonders effektiv und interessant für Sportler, die wenig Zeit haben, aber trotzdem ein intensives Workout durchführen wollen. Functional Fitness wird demzufolge in folgenden Kursen oder Kurs-Variationen angeboten:

  • Personal Training: Gezielter Einsatz funktioneller Übungen
  • Cross Workout: Intensives Training mit traditionellen Übungen (vgl. Cross Fit)
  • Bodyweight Training: Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht
  • Gymnastik Workout: Kombination von turnerischem Krafttraining mit funktionellen Übungen an Turngeräten
  • HIIT Varianten: Hoch intensives Intervall-Training (z.B. Tabata Methode, Supersätze, Busy Pro Style, etc.)
  • Cross-Kickbox Workout: Kickboxen in Kombination mit funktionellen Power-Drills inkl. Seilspringen, Boxen, etc.
  • Training mit speziellen Geräten: TRX/Sling, Medizinball, Battlerope, Blackroll, Togu-Jumper, Kettlebells, Tubes, etc.
  • Power-Zirkel: Funktionelles Zirkeltraining mit vielen verschiedenen Übungen und Variationen
  • uvm.

 Beachtenswertes beim „Functional Training“

Häufig werden viele verschiedene Varianten und Trainingsmethoden des “Functional Fitness” in einen Topf geworfen – dabei ist eine differenzierte Anwendung besonders wichtig, da aufgrund des meist mehrdimensionalen Bewegungsmusters vieler Übungen, eine gewisse Grunderfahrung nötig ist. Deshalb ist es auch nicht zu empfehlen, als reiner Anfänger mit einen Cross-Fit Powerworkout zu starten, in dem hochkomplexe Übungen, wie etwa das Umsetzen mit der Langhantel oder Rotations-Liegestützen, verlangt werden. Für derartige Ausführungen ist ein hohes Maß an Bewegungserfahrung und Körperwahrnehmung notwendig. Andernfalls geht dieses Training zu Lasten der Gesundheit. Durch ein langsames Herantasten über einfache zu komplexen Übungen – vom Leichten zum Schweren  – werde diese Voraussetzungen nachhaltig aufgebaut. Dabei gilt immer der Leitsatz:

„Ein langfristig aufgebautes Leistungsniveau ist immer stabiler und nachhaltiger, als ein zu schnelles kurzfristiges!“

Sling Training

Bodyweight Training

 Gymnastik Workout

Cross Workout

Power-Zirkel and Power-Workout

Visit Us On FacebookVisit Us On YoutubeVisit Us On InstagramVisit Us On Google PlusVisit Us On Twitter