Dr. Daniel Gärtner

Steckbrief: Ein Leben für den Sport

Name: Daniel Michael GärtnerSteckbrief Daniel Gärtner
Geboren: 26. August 1979
Wohnhaft: Flintsbach am Inn
Sternzeichen: Jungfrau
Größe/Gewicht: 183 cm/83 KG

Eigenschaften: Zielstrebig, ehrgeizig, ausdauernd
Hobbys: Mit frischen Lebensmitteln lecker kochen
Lieblingsgericht: Thai Currys mit Koriander und Holy Basil
Liebste Jahreszeit: Sommer (den Winter mag ich nicht)
Lebens-Motto: Nie aufgeben und immer in Bewegung bleiben

Meine Anfänge
Bewegung beeinflusste schon immer mein Leben. Aufgrund meines augeprägten Bewegungsdranges, steckten mich meine Eltern schon im Vorschulalter in verschiedene Sportvereine. Neben Gerätturnen, Ski-Alpin, Fechten und Fußball, wurde ich als Teenager vom Kampfsport in den Bann gezogen. Im Alter von 12 Jahren begann ich deshalb mit  Kun-Tai-Ko Karate und stieg ein Jahr später zusätzlich in die Kickbox-Abteilung des gleichen Vereins ein.

Leistungssport
Um kräftig und gleichzeitig geschmeidig zu werden, nahm ich Ballett-Unterricht und begann mit dem Krafttraining, das bis heute fest in meinen Trainingsplänen verankert ist. Die damaligen Trainingsstrukturen wurden immer gezielter und umfangreicher, so dass ich im alter von 14 Jahren täglich ein bis zwei Mal trainierte. Basistraining, Technik, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit, gehörten neben dem Vereinstraining, zum festen Bestandteil meines Wochenplans. Diese Motivation wurde nicht zuletzt von den damaligen Idolen Jean-Claude van Damme und Silvester Stallone genährt. Der Erfolg gab mir bald Recht, als ich meine ersten Turniere im Kickboxen gewann und 1995 mit 14 Jahren zum ersten Mal Deutscher Meister wurde. Als Leistungssportler bestritt ich von 1995 bis 2004 eine Vielzahl verschiedener Wettkämpfe in Deutschland, Europa, Kanada und den USA. 1999 wurde ich Junioren-Weltmeister in Ungarn und im Jahr 2000 holte ich mir den WAKO-World Cup Titel in Piazenca (I). In den Jahren darauf wurde ich noch einmal Weltmeister und durfte einige Profi-Kämpfe in den USA bestreiten. In einer kurzen Wettkampfpause widmete ich mich verstärkt den Musik-Fromen, einer Kombination aus Karate-Kata und Akrobatik und ging in dieser Disziplin seit 1998 immer wieder bei Meisterschaften an den Start. Von 2005 bis 2009 bestritt ich in beiden Sportarten meine letzten Wettkämpfe und konnte noch einmal einige bayerische, deutsche und internationale Titel holen, ehe ich mich aus dem Wettkampfsport zurück zog.

Showteam
Die Kombination aus Kampfsport, Musik und Akrobatik faszinierte mich schon immer. Darüber hinaus waren es wieder die Filmhelden jener Zeit, die den Show-Charakter dieses Sports per excellence demonstrierten. Irgendwie wollte ich im tiefsten Inneren schon immer auf die Bühne. So kam es, dass eine wenige Mitstreiter und ich 1998 ein Showteam gründeten. Wir kreirten actionreiche Fights, atemberaubende Härtetests àlla Shaolin, Musik-Akrobatik-Formen, Shownummern mit japanischen Waffen und vieles mehr. Bald darauf wurden wir regelmäßig gebucht und waren seit dieser Zeit auf unzähligen Messen, Firmenevents oder Gala-Abenden. Unser Team wurde größer und immer professioneller und schnell entwickelten sich Motto-Shows, die sich an bekannten Filmen, wie etwa Matrix, Terminator, Kill Bill, James Bond oder Spartacus orientierten. Auch Film und Fernsehen wurden allmählich aufmerksam und buchten uns für diverse Stunts, Action- oder Doubleszenen. Highlights waren Dreharbeiten mit Michael „Bully“ Herbig, Stefan Raab, Uri Geller und Heidi Klum. Das Team hat bis heute Bestand und ist meine große Leidenschaft.

Trainer und Kursleiter
Mit 16 Jahren übernahm ich in unserem Verein die ersten Traineraufgaben und leitete kurz darauf selbständig einen Kickbox-Kurs in einem Fitnessclub. Bald darauf wurde aus diesem Kurs ein Kickbox-Fitnesskurs bzw. Kickbox-Aerobic-Kurs. Beeinflusst von Billy Blanks und seinem „Tae Bo“, erfreute sich dieser Kurs zunehmender Beliebtheit. Durch Zufall lernte ich 1998 den Fitness-Papst Robert Steinbacher kennen, den ich als Trainer im 1st-Fitness Rosenheim ablösen sollte. Robert startete im Anschluß daran seine große Karriere in der Schweiz und den USA und ich begann eine neue Tätigkeit als Fitnesstrainer, die meine gesamte Zukunft beeinflussen sollte. Auch Deutschlands beliebteste Fitness-Queen Johanna Fellner startete damals als Newcomer in diesem Studio. Jeder von uns beiden baute in kurzer Zeit eine große Fan-Gemeinde auf und rockte regelmäßig das Studio. Ich entwickelte mein „Kickbox-Aerobic“ weiter, kreierte ein schlüssiges Ausbildungs-Konzept und stand als internationaler Presenter auf den Bühnen vieler Fitness-Conventions. Bald darauf gehörten auch Body-Workout, Core-Training, Aerobic und Stretching zum festen Kurs-Repertoire jener Zeit. Die Leidenschaft zum Fitness-Sport und die Tätigkeit als Trainer und Presenter wurde in dieser Zeit entfacht und hält bis heute an. Aber ich wollte nicht nur ein paar Trainerschein, sondern ein fundiertes Sport-Studiumin der Tasche haben. Doch daraus wurde dann irgendwie doch viel mehr. Aber zunächst mußte ich erst einmal mit der Schule fertig werden und meinen Wehrdienst hinter mich bekommen.

Ausbildung & Studium
Nach dem Abi und Wehrdienst als Sanitäter bei der Bundeswehr, studierte ich von 2000-2003 Lehramt an der TU-München in den Fächern Sport und Wirtschaft und machte parallel dazu, die Ausbildung zum staatlich geprüften Sportlehrer im freien Beruf, die ich im Jahre 2004 an der TUM erfolgreich abschloss. Ich war noch Student, als ich 2002 meinen ersten Lehrauftrag für Trendsport und Kampfsport an der Universität erhielt. Von da an wußte ich, dass ich Dozent werden will. Nach dem Sportstudium durfte ich als Lehrbeauftragter weitere Kurse im Gerätturnen und Fitness unterrichten. In einem dualen System studierte ich von 2004 bis 2007  BWL und Sportökonomie und schloß das Studium mit dem Titel „B.A. Bachelor of Arts „(2007) ab. In diesem Jahr stellte mich die TU-München als Mitarbeiter ein und gab mir einen 2-Jahresvertrag. Da diese Verträge meist an eine Promotion gebunden sind und ich unbedingt weiterhin an der Uni arbeiten wollte, mußte ich noch ein Masterstudium draufsetzen, das ich 2009 mit dem Titel „Master of Arts (M.A.)“ an der FH-Erding abschloss. Nun waren die Promotionsvoraussetzungen erfüllt, so dass mein Arbeitsvertrag auf weitere vier Jahre verlängert wurde. In dieser Zeit forschte ich neben meiner Lehrtätigkeit im Fachbereich Biomechanik und untersuchte in meiner Doktorarbeit, den Einfluss verschiedener Dehnmethoden im Kampfsport. Mit dem Titel „Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.)“, wurde im Winter 2013 mein Arbeitsvertrag erneut verlängert und mir wurde die Ehre zu Teil, eine Habilitationsstelle antreten zu dürfen.

Beruf
Als Dozent für angewandte Sportwissenschaft an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München, forsche ich im Fachbereich Biomechanik und unterrichte in den Fächern Bewegungs- und Trainingslehre, angewandte Trainingswissenschaft, Gerätturnen und Fitness. Als Modulbeauftragter leichte ich die Fachgebiete Kampfsport und Trendsport an der Fakultät. Das, was mir an meinem Beruf am besten gefällt, ist die Kombination von Wissenschaft und Praxis. Als ausgebildeter Sportlehrer, muss ich nicht ausschließlich im Labor stehen, sondern darf regelmäßig in den Turnhallen und Seminarräumen unterrichten.

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